Technologie Steuerung

Die Röders Steuerung RMS6

Röders GmbH Terminal RMS6
Icons Steuerung Control RMS6

Für höchste Anfor­de­rungen, Präzision und Oberflä­chen­qua­li­täten im Fräsen und Schleifen wurde die Röders RMS6 Maschi­nen­steuerung seit 1994 konti­nu­ierlich entwi­ckelt und verbessert. Die offene und robuste Steuerung ist mit zwei PC-basierten Indus­trie­rechnern aufgebaut. Ein 21,5“ TFT-Bildschirm ist Standard. Die wenigen Bedien­ele­mente sind sehr übersichtlich angeordnet. Unter Microsoft Windows als Betriebs­system ist die Benut­zer­ober­fläche einfach zu bedienen und erfordert nur sehr kurze Einar­bei­tungs­zeiten. Zahlreiche teilweise paten­tierte Funktio­na­li­täten wurden speziell für das Fräsen und Schleifen in die RMS6 integriert. Postpro­zes­soren zu markt­üb­lichen CAM-Systemen sind verfügbar. Die RMS6 verar­beitet Heidenhain®-Klartext und ISO-Programmcode.


Röders GmbH PRECITEMP Grafik Schwingungsüberwachung Spindel Graph vibration monitoring of the spindle

Schwingungsüberwachung der Spindel

Der Einsatz von schnell­dre­henden Spindeln erfordert eine Begrenzung der maximalen Spindel­be­lastung, um einen Lager­schaden oder eine starke Minderung der Lebens­dauer zu vermeiden. Optional können die Spindeln mit Schwin­gungs­sen­soren ausge­rüstet werden. In der Steuerung kann eine Funktion aktiviert werden, die bei hohen Schwin­gungen Vorschub und ggf. Drehzahl automa­tisch reduziert. Außerdem ist eine farbige Darstellung der Schwin­gungen über den Fräsweg möglich. So erkennt man leicht, wo eventuelle Problem­stellen sind und kann diese bei wieder­keh­renden Bearbei­tungen durch Anpassung der CAM-Program­mierung sicher vermeiden.


Spindelkompensation PLUS

Spindellängungskompensation

Röders Maschinen sind seit Jahren bekannt für ihren externen hochprä­zisen Sensor zur Spindel­län­gungs­kom­pen­sation. Ein im Guss der Z‑Achse befes­tigter und mit einem Tempe­rier­kreislauf geome­trisch stabil gehal­tener Halter trägt am Ende einen Sensor, der berüh­rungslos die Verla­gerung der rotie­renden Spindel­welle in Nanome­ter­be­reich misst. Diese wird in der Steuerung kompen­siert. Da die Wärme der Spindel­welle in die Werkzeug­auf­nahme geleitet wird und in der Folge diese sich ebenfalls längt, musste bei hochprä­zisen Bearbei­tungen dennoch eine kurze Warmlauf­phase vor Beginn der Bearbeitung abgewartet werden.

Inzwi­schen ist es den Röders Technikern gelungen, den dynami­schen Prozess der Erwärmung direkt nach Spindel­hochlauf zu model­lieren, so dass mit der Option Spindel­kom­pen­sation PLUS in vielen Anwen­dungen auf eine Warmlauf­phase komplett verzichtet werden kann.


Logo umati Partner

Röders ist Partner der umati-Initiative des VDW (umati = universal machine tool interface). Die umati-Schnitt­stelle ermög­licht einen standar­di­sierten Daten­transfer zu den Maschinen zahlreicher Anbieter. Sie ist ein wesent­licher Schritt für die Reali­sierung von Industrie 4.0.


Für HSC optimierte Steuerungstechnik

Schwer­punkt bei der Entwicklung der RMS6 ist eine optimierte Ansteuerung der Maschine bei der Herstellung von Freiform­flächen und komplexen Konturen. Entspre­chend heraus­ragend sind die Eigen­schaften der RMS6 mit Satzver­ar­bei­tungs­zeiten < 0,1 Milli­se­kunden und einem Lookahead von über 10.000 Sätzen. Die Splin­e­inter­po­lation durch die durch das CAM-System vorge­geben Bahn wird laufend bis in den Nanome­ter­be­reich verbessert. Ein glatter und harmo­ni­scher Verlauf der Werkzeugbahn führt zu optimalem Maschinenverhalten.


Leistungssteigerung durch Steuerungsupdates

Alle seit 1995 gelie­ferten Röders Maschinen können durch die PC-basierte Steue­rungs­hardware kosten­günstig ein Upgrade auf die neueste RMS6-Steue­rungs­version bekommen. Auch ältere Maschinen werden dadurch präziser und schneller in der Bearbeitung. Außerdem steht der aktuelle Funkti­ons­umfang der RMS6 vollum­fänglich zur Verfügung. Wenn im Maschi­nenpark mehrere Röders Maschinen unter­schied­lichen Baujahrs stehen, ist es problemlos möglich, sämtliche Maschinen mit der aktuellen und damit identi­schen RMS6-Version zu betreiben.


Optional ist ein Doppel­bild­schirm für die RMS6 erhältlich, z.B. wenn neben der Menüstruktur und dem Status­fenster der Steuerung der Editor, Konstruk­ti­ons­an­sichten des Werkstücks oder Zeich­nungen geöffnet sein sollen.

Terminal Monitor

Automatische Schwingungsminimierung

Die Schwin­gungen der Frässpindel nehmen nicht unbedingt mit zuneh­mender Drehzahl stetig zu. Abhängig von Resonanzen gibt es Bereiche mit höherem und niedri­gerem Schwin­gungs­ver­halten. Für den Bearbei­tungs­prozess kommt es meistens nicht auf eine exakte Drehzahl an. Mit der automa­ti­schen Schwin­gungs­op­ti­mierung wählt die RMS6 in einem vom Bediener vorge­ge­benen Drehzahl­be­reich die Drehzahl aus, bei der die Spindel mit dem einge­setzten Werkzeug die niedrigsten Schwin­gungen aufweist.


Tangentiale Übergänge

Zur Vermeidung von Absätzen in Übergangs­be­reichen, die mit unter­schied­lichen Werkzeugen bearbeitet werden, ist eine Vorgabe in der RMS6 möglich, die Ränder der Bearbei­tungs­be­reiche so anzuheben, dass ein tangen­tialer Übergang zwischen mit unter­schied­lichen Werkzeugen bearbei­teten Bereichen entsteht.


Postprozessoren

Für alle namhaften CAM-Systeme gibt es Postpro­zes­soren. Zur Optimierung der Schnitt­stelle zwischen RMS6 und CAM-System steht ein detail­liertes Postpro­zessor-Handbuch zur Verfügung. Insbe­sondere für einen automa­ti­sierten Betrieb der Maschinen kann die Ausgabe der Bearbei­tungs­pro­gramme im CAM-System verlässlich ohne manuelle Eingabe von Parametern erfolgen.


Die RMS6 ist sehr flexibel in der Verar­beitung von Fräspro­grammcode. ISO- (G‑Code) und Heidenhain®-Klartext stehen zur Verfügung und können auch gemischt genutzt werden. Außerdem gibt es einen erheb­lichen zusätz­lichen Befehls­umfang bis hin zu einer Basic-ähnlichen Program­mierung, der insbe­sondere bei der Automa­ti­sierung in Spezi­al­an­wen­dungen vielseitige Möglich­keiten schafft. Auf Kunden­wunsch können Zusatz­be­fehle ergänzt werden.

Röders GmbH Steuerung Screen 1
Röders GmbH Steuerung Screen 2
Röders GmbH Steuerung Screen 3

Screenshot optimaler Werkzeugeinsatz

Für einen optimalen Einsatz der Bearbei­tungs­werk­zeuge gibt es abhängig von der Anwendung zahlreiche Strategien. Das betrifft Verschleiß­kri­terien, Standwege und Schwes­ter­werk­zeuge sowie Messstra­tegien, Geome­trie­er­kennung und Prüfung. Um eine aufwändige Eingabe von Werkzeug­daten zu vermeiden, steht eine Werkzeug­da­tenbank ebenso wie der Import von Werkzeug­daten und Typen zur Verfügung.


Röders GmbH Steuerung RACECUT

Mit RACECUT® ist Röders nochmals ein Entwick­lungs­sprung gelungen. Diese Funktio­na­lität in der RMS6 verkürzt die Bearbei­tungs­zeiten ohne Quali­täts­ein­bußen drastisch um bis zu 20%. Grundlage sind eine weiter verbes­serte Bahnplanung in der Steuerung und eine Regelungs­technik mit 32 kHz Taktfre­quenz. Da der Energie­ver­brauch (die Leistungs­auf­nahme) der Maschine unabhängig von der gewählten Dynamik relativ konstant ist, liegt die Energie­ein­sparung in gleicher Größenordnung.


#Heidenhain ist eine einge­tragene Marke der Dr. Johannes Heidenhain GmbH.